„Was erinnert noch an uns?“

Geschichte der jüdischen Gemeinde Rehburg im Bußtag-Gottesdienst

Die Geschichte der jüdischen Gemeinde Rehburg, als Schauspiel und mit Jugendlichen inszeniert, steht im Mittelpunkt des Gottesdienstes zum Buß- und Bettag, Mittwoch, 21. November, 19.30 Uhr, in der Loccumer Klosterkirche.

Selma Levy (Christine Gleiss, links) erzählt die Geschichte der jüdischen Gemeinde Rehburg – in den Gottesdiensten zum Buß- und Bettag gemeinsam mit Schülern aus der Loccumer Oberschule.
Selma Levy (Christine Gleiss, links) erzählt die Geschichte der jüdischen Gemeinde Rehburg – in den Gottesdiensten zum Buß- und Bettag gemeinsam mit Schülern aus der Loccumer Oberschule.

Damals, als in Rehburg noch alle gute Nachbarn waren - die Christen und die Juden - zu jener Zeit beginnt die Erzählung und berichtet weiter von dem schleichenden Prozess, der in der NS-Zeit zu Diskriminierung, Übergriffen, im günstigsten Fall der Flucht, in vielen Fällen aber auch der Ermordung der Juden aus der Rehburger Gemeinde führte. Selma Levy (Christine Gleiss), 1872 in Rehburg geborene Jüdin, erinnert sich beim Anblick des Spiegels, der bereits bei ihrer Geburt in ihrem Elternhaus stand, an das, was den Juden in ihrem Heimatort widerfahren ist. Während sie erzählt, tauchen jene Juden schattengleich auf.

„Was erinnert noch an uns?“ ist die Frage, die Selma stellt – darüber nachzudenken, was damals in Rehburg und vielen, vielen anderen Orten Menschen angetan wurde, und dieses nicht zu vergessen, um daraus Lehren für das Heute zu ziehen, ist die Botschaft.

„Selmas Spiegel“ ist der Titel der Inszenierung. Uraufgeführt worden ist sie zur Eröffnung unserer Ausstellungsräume – im Mai dieses Jahres im Gebäude des Rehburger Raths-Kellers. Loccums Pastorin Corinna Diestelkamp trat daraufhin mit der Idee an uns heran, die Inszenierung vor dem Hintergrund der sich zum 80. Mal jährenden Pogromnacht in die Klosterkirche zu bringen.

Der Gottesdienst zum Buß- und Bettag wird nun eine Kooperation von Kirchengemeinde, Kloster, Arbeitskreis Stolpersteine und der Loccumer Oberschule, von der etliche Jugendliche in dem Stück als Juden Rehburgs auftreten werden. Für die Jahrgänge 8 bis 10 der Oberschule wird es einen gesonderten Gottesdienst am Vormittag des Buß- und Bettages geben, in dessen Mittelpunkt ebenfalls die Inszenierung stehen wird. Finanziell unterstützt wird die Inszenierung von den Rotary-Clubs Stolzenau und Rehburg-Loccum am Kloster.

     Heidtorstraße 1
     31547 Rehburg-Loccum

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