Pogromnacht im Mittelpunkt

Zwei Führungen und ein Vortrag am 9. November

Zum 80. Mal jährt sich am Freitag, 9. November, die Pogromnacht. Um jenes Tages zu gedenken, bietet unser Arbeitskreis für 16 Uhr eine Führung über den jüdischen Friedhof in Rehburg und für 17 Uhr einen Spaziergang zu den Rehburger Stolpersteinen an. Im Anschluss, um 19.30 Uhr, sind Interessierte eingeladen zum Vortrag von Pastor Joachim Diestelkamp „Gegen das Vergessen“ im Loccumer Gemeindehaus.

Die Geschichte des jüdischen Friedhofs in Rehburg wird bei der Führung erläutert – ebenso wie die Bestattungskultur im Judentum.
Die Geschichte des jüdischen Friedhofs in Rehburg wird bei der Führung erläutert – ebenso wie die Bestattungskultur im Judentum.

Die Geschichte der jüdischen Gemeinde Rehburg und die Verfolgung von deren Mitgliedern zur Zeit des National­sozialismus stehen im Mittelpunkt der Führungen über den Friedhof und entlang der Stolpersteine. Die Geschichte des Friedhofes reicht sehr viel weiter zurück, als der älteste vorhandene Grabstein aus dem Jahr 1848 vermuten lässt. Von jüdischen Familien, die über Jahrhunderte in Rehburg lebten und die höchst anerkannte Mitglieder der Stadt­gemein­schaft waren, erzählt der Friedhof ebenso, wie auch von der Zeit, als diese Menschen aus der Gemeinschaft vertrieben wurden, fliehen mussten oder aber deportiert und ermordet wurden.

Stolpersteine sind vor den ehemaligen Wohnhäusern der Rehburger Juden verlegt – vor der ehemaligen Synagoge liegt eine Stolperschwelle.
Stolpersteine sind vor den ehemaligen Wohnhäusern der Rehburger Juden verlegt – vor der ehemaligen Synagoge liegt eine Stolperschwelle.

Der Spaziergang durch Rehburg entlang der Stolpersteine orientiert sich ebenfalls an den jüdischen Familien und führt auch zu weiteren Orten der Verfolgung in der Stadt. An den ehemaligen Wohnhäusern wird jeweils der Menschen gedacht, für die die Steine verlegt wurden. Zum Abschluss bitten wir in unsere Geschichtswerkstatt im Obergeschoss des Rehburger Raths-Kellers. Dort wird von den jüdischen Familien Rehburgs erzählt, vom Zusammenleben in der Gemeinde und von den Nachfahren der Juden Rehburgs, die über den Globus verstreut leben.

Joachim Diestelkamp referiert über die Pogromnacht – und über die Reaktion der protestantischen Kirchen und ihrer Pfarrer.
Joachim Diestelkamp referiert über die Pogromnacht – und über die Reaktion der protestantischen Kirchen und ihrer Pfarrer.

Treffpunkt für die Führung über den Friedhof ist um 16 Uhr die Ecke Nienburger Straße/Düsselburger Straße in Rehburg. Zum Spaziergang entlang der Stolpersteine ist der Treffpunkt der Rehburger „Raths-Keller“ um 17 Uhr. Die Teilnahme an Führungen und Vortrag ist kostenlos.

 

Über die Ereignisse des 9. November 1938 und insbesondere die Reaktion der protestantischen Kirchen und ihrer Pfarrer in jener Zeit wird ab 19.30 Uhr Pastor Joachim Diestelkamp in Loccums Gemeindehaus, Weserstraße 1, zum Abschluss des Tages referieren. Diestelkamp greift dabei auf Ergebnisse aus einem Forschungsauftrag der TU Braunschweig „Apokalyptisches Denken in der NS-Zeit“ zurück, mit dem er um 1988 beschäftigt war.

     Heidtorstraße 1
     31547 Rehburg-Loccum

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Unsere E-Mail-Adresse: arbeitskreis@stolpersteine-rehburg-loccum.de

Weitere Tipps

Alte Synagoge Petershagen

Die Arbeitsgemeinschaft Alte Synagoge Petershagen bietet zahlreiche Veranstaltungen an, die sich mit der Spuren­suche, der Erinnerung und der Aufarbeitung der NS-Zeit beschäftigen:
www.synagoge-petershagen.de
und www.facebook.com/
synagoge.petershagen

Ehem. Synagoge Stadthagen

Auch der Förderverein der  ehemaligen Synagoge in Stadthagen bietet Veranstaltungen rund um die Verlegung von Stolpersteinen an:
www.stadthagen-synagoge.de