„Verbrannte Bücher“

Zu einer Lesung aus Werken von verfolgten Autoren mit dem Titel „Verbrannte Bücher“ laden wir für Dienstag, 4. Juni 2019, 19.30 Uhr, in unsere Geschichtswerkstatt, Heidtorstraße 1 in Rehburg, ein. Neun Rehburg-Loccumer haben sich Autoren ausgewählt, um aus deren Büchern zu lesen.

„Dies war ein Vorspiel nur, dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.“ – Prophetisch scheint dieser Satz von Heinrich Heine aus dem Jahr 1821 angesichts der Bücherverbrennungen, die 1933 in vielen Städten Deutschlands von den Studentenschaften angezettelt und von den Nationalsozialisten unterstützt wurden. Manche derjenigen, deren Bücher auf den Scheiterhaufen landeten, ließen später unter dem Regime ihr Leben. Viele andere flohen. Erich Kästner sah als einziger der „verbrannten Dichter“ in Berlin zu, wie seine Bücher ins Feuer geworfen wurden. Es sei ein merkwürdiges Gefühl, schrieb er später, ein verbotener Schriftsteller zu sein und seine Bücher nie mehr in den Regalen und Schaufenstern der Buchläden zu sehen. Heute stehen Kästners Bücher wieder dort – ebenso wie die Werke vieler anderer Autoren, deren Lebenswerk die Nazis vernichten wollten.

 

Lesen werden an jenem Abend Edith Griese-Hüsemann und Dieter Hüsemann (Mascha Kaleko und Erich Kästner), Anna Schwarz und Marco Wagner (Stefan Zweig), Renate Lehmann (Alfred Kerr), Fritz Erich Anhelm (Anna Seghers), Reinhard Behnisch (Isaac Babel), Peter Neu (Erich Weinert und Walter Mehring). Vertonungen von Heinrich Heine bereitet Karsten Henne vor.

 

Der Eintritt zu der Lesung ist kostenlos.

Heidtorstraße 1
31547 Rehburg-Loccum

Tel.: 0 50 37 13 89
arbeitskreis@stolpersteine-rehburg-loccum.de

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