„Ein Ritt durch 4.000 Jahre Judentum“

Was die Menschheit dem Judentum verdankt ist vieles. Viel mehr, als sich die meisten bewusst machen, meint Dr. Jens Gundlach. Einen „Ritt durch 4000 Jahre Judentum“ nennt er seinen Vortrag im Untertitel, mit dem er am Dienstag, 10. November, 19.30 Uhr, in unsere Geschichtswerkstatt kommt.

Heinrich Heines Poesie, Felix Mendelssohn-Bartholdys Kompositionen, Marc Chagalls Bilder – die Liste herausragender jüdischer Persönlichkeiten in den schönen Künsten ist lang. Albert Einstein war Jude und wie er sind viele weitere Juden mit Nobelpreisen ausgezeichnet worden. „Überproportional“, sagt Gundlach. In diesen Bereichen, in Kunst und Wissenschaft, habe die Menschheit dem Judentum viel zu verdanken. In seinem Vortrag will er allerdings noch viel tiefer in die Geschichte eintauchen, will bis zu den Anfängen des Judentums gehen und religiöse wie auch weltanschauliche Aspekte beleuchten.


Die „Hebräische Bibel“, also das Alte Testament, ist ihm dabei ein Schatz an Inspiration für seinen Vortrag gewesen. Er führt die Abschaffung des Menschenopfers in der Geschichte von Abraham und Isaak als Beispiel an, geht darauf ein, dass die Juden quasi den Monotheismus erfunden haben und kommt selbstverständlich auch auf die Zehn Gebote zu sprechen, um dann über Judentum vom Mittelalter bis zur Neuzeit viele weitere Beispiele anzuführen, die verdeutlichen „was die Menschheit dem Judentum verdankt“.


Jens Gundlach arbeitete nach dem Studium der Theologie als Journalist für die „Welt“ und die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“. Er war Mitglied des Konvents der Evangelischen Akademie Loccum und ist Begründer des Pilgerweges Loccum-Volkenroda. Im Jahr 2009, nach seiner Pensionierung, promovierte er. Seine Doktorarbeit trägt den Titel „Heinz Brunotte – 1896 bis 1984. Anpassung des Evangeliums an die NS-Diktatur“.


In Sachen Judentum ist er nicht zum ersten Mal bei uns zu Gast. Luthers krudes Verhältnis zu den Juden war beim ersten Mal sein Thema, ein anderes Mal brachte er uns das Jiddische auch auf unterhaltsame Weise nahe. Mit dem Judentum setzt er sich unter anderem als Vorstandsmitglied des Fördervereins der Gedenkstätte Ahlem auseinander.


Musikalisch wird Dr. Jens Gundlach an diesem Abend von Karsten Henne begleitet, der zu den Mitgliedern unseres Arbeitskreises gehört. Der Eintritt zu dem Vortrag ist frei.

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