Einsatzort Archäologie

Vermessung mit Leica Geosystems

Wie kann eine archäologische Ausgrabungsstätte mitten im Wald exakt vermessen werden, wenn das Projekt auf ehrenamtlichen Füßen steht und für Aufträge an Ingenieurbüros kein Geld vorhanden ist? Mit guten Beziehungen und neuen Ideen haben wir dieses Problem gelöst. Eine tragende Rolle hat dabei die Marke Leica gespielt, die neben Kameras auch Vermessungsgeräte herstellt.

 

 Das GPS-System, dessen Spitze Alexander Macdonald auf die Ecke eines Fundaments stellt, ist entwickelt worden, um Landwirten und Energieversorgern das Leben einfacher zu machen. Die einen müssen unter anderem zur Beantragung von EU-Fördergeld alle Koordinaten ihres Ackerlandes zentimetergenau nachweisen. Die anderen benötigen beispielsweise exakte Positionen von Hausanschlüssen und Verteilerkästen. ‚Leica GG04 plus smart antenna‘ nennt sich das Gerät, Ingenieur Macdonald ist zuständig für die Beratung von Kunden – und hat durch uns ein vollkommen neues Einsatzgebiet entdeckt.

 Das Areal, an dem wir forschen, ist der Standort eines Kriegsgefangenenlagers aus dem Zweiten Weltkrieg. Mitten im Rehburger Forst liegt es, hat eine Größe von rund 100 mal 40 Metern und ist dicht von Bäumen bestanden. 

 Unser Grabungsleiter Ronald Reimann hat in den Monaten, in denen er sich auf diesen 4.000 Quadratmetern bewegt, bereits viele Hinweise auf den Aufbau des Lagers gefunden. Den Grundriss der Küche hat er mit uns freigelegt, hat eine Sickergrube erforscht, weiß um die Standorte der Gefangenenbaracken und hat auch die Fundamente eines Wachturms entdeckt. Viele Eckpunkte, die er exakt einmessen wollte, um ein möglichst zentimetergenaues Abbild des Lagers zu bekommen. Mit den technischen Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen, schien das ein Ding der Unmöglichkeit. Bis Christiane Henne, die sich an den Grabungen beteiligt, einen Einwurf machte: Weshalb nicht ihren Schwiegersohn Alexander Macdonald fragen, der ähnliche Schwierigkeiten löst, wenn auch in anderen Bereichen.

 "Wir haben nur wenige Stunden gebraucht, um alle relevanten Eckpunkte zu erfassen", berichtet Ronald Reimann nach dem Einsatz mit dem Ingenieur und seinem GPS-System. Mit diesen Eckdaten erstellt er nun das Kartenwerk zum Lager. Und Alexander Macdonalds Arbeitgeber kann sich für sein GPS-System ein neues Einsatzgebiet erschließen. 

 

 

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