„Mein Großvater hätte mich erschossen“

Lesung von Jennifer Teege

am Freitag, 15. April 2016, 19.30 Uhr, in der „Romantik Bad Rehburg“

Ihr Großvater ist Amon Göth gewesen, und über diese Familiengeschichte hat Jennifer Teege ein Buch geschrieben. Zu einer Lesung kommt sie am Freitag, dem 15. April, 19.30 Uhr, in die „Romantik Bad Rehburg“.

© Foto: Thorsten Wulff
© Foto: Thorsten Wulff

Es ist ein Schock, der ihr ganzes Selbstverständnis erschüttert: Mit 38 Jahren erfährt Jennifer Teege durch einen Zufall, wer sie ist. In einer Bibliothek findet sie ein Buch über ihre Mutter und ihren Großvater Amon Göth. Millionen Menschen kennen Göths Geschichte. In Steven Spielbergs Film "Schindlers Liste" ist der brutale KZ-Kommandant der Saufkumpan und Gegenspieler des Judenretters Oskar Schindler. Göth war verantwortlich für den Tod Tausender Menschen und wurde 1946 gehängt. Seine Lebensgefährtin Ruth Irene, Jennifer Teeges geliebte Großmutter, begeht 1983 Selbstmord.

Jennifer Teege ist die Tochter einer Deutschen und eines Nigerianers. Sie wurde bei Adoptiveltern groß und hat danach in Israel studiert. Dann wurde sie mit einem Familiengeheimnis konfrontiert, das sie nicht mehr ruhen ließ. Wie konnte sie ihren jüdischen Freunden noch unter die Augen treten? Und was sollte sie ihren eigenen Kindern erzählen? Jennifer Teege beschäftigte sich intensiv mit der Vergangenheit. Sie traf ihre Mutter wieder, die sie viele Jahre nicht gesehen hatte.
Gemeinsam mit der Journalistin Nikola Sellmair recherchierte sie ihre Familiengeschichte, suchte die Orte der Vergangenheit noch einmal auf, reiste nach Israel und nach Polen. Schritt für Schritt wurde aus dem Schock über die Abgründe der eigenen Familie die Geschichte einer Befreiung.

Eintrittskarten kosten im Vorverkauf sieben Euro, an der Abendkasse neun Euro und ermäßigt jeweils zwei Euro weniger. Eine Veranstaltung der Stadt Rehburg-Loccum.

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