Notwendig in Zeiten von Rassismus und Populismus

Kooperationsvereinbarung mit OBS Loccum unterzeichnet

Die Loccumer Oberschule und unser Arbeitskreis haben unsere Zusammenarbeit nun auch schriftlich fixiert: Mit einer Vereinbarung sind Eckpunkte für unsere Kooperation festgelegt worden.

Kooperation vertiefen: Jürgen Schulz, Wolfgang Völkel und Dr. Harald Hoppe vom Arbeitskreis Stolpersteine (links) mit Stephanie Bachmann, Andre Steege und Werner Völlers von der OBS Loccum.
Kooperation vertiefen: Jürgen Schulz, Wolfgang Völkel und Dr. Harald Hoppe vom Arbeitskreis Stolpersteine (links) mit Stephanie Bachmann, Andre Steege und Werner Völlers von der OBS Loccum.

In Zeiten, in denen Rassis­mus und Rechts­popu­lis­mus in Deutsch­land, Europa und in der ganzen Welt auf dem Vormarsch seien, würden solche Ko­ope­ratio­nen umso notwendiger, betonte Werner Völlers, Konrektor der Loccumer Oberschule, nach der Ver­ein­ba­rungs­unter­zeich­nung und Dr. Harald Hoppe, Vorsitzender unseres Träger­vereins, des Vereins für Kinder-, Jugend- und Kulturarbeit, stimmte voll und ganz zu.

Gegen solche Tendenzen und auf der Grund­lage von Biografie-Erkun­dungen zu Mitgliedern der ehemaligen jüdischen Gemeinde Rehburg sind wir insbe­sondere im Hinblick auf Jugendliche aktiv. Ein Team aus ehrenamtlich arbeitenden Pädagogen – unter ihnen der ehemalige Schulleiter der OBS, Jürgen Schulz – bietet in unserer Geschichtswerkstatt im Rehburger „Raths-Keller“ für Schulklassen solche Erkundungen an. Intensives Arbeiten und die Erkenntnis, dass die Judenverfolgungen in der NS-Zeit nicht nur irgendwo, sondern auch „vor der Haustür“ – also in der Nachbarschaft der Schüler – stattgefunden haben, werden dort anhand einzelner Schicksale deutlich und für die Jugendlichen erlebbar gemacht.

Kooperation vertiefen: Dr. Harald Hoppe und Stephanie Bachmann bei der Unterzeichnung der Vereinbarung.
Kooperation vertiefen: Dr. Harald Hoppe und Stephanie Bachmann bei der Unterzeichnung der Vereinbarung.

Dieses Konzept haben zwei Jahrgänge der Oberschule bereits in Anspruch ge­nom­men – und mit der Verein­barung legten die Schule und unser Ar­beits­kreis die weitere Zusammenarbeit fest: Jeder zehnte Jahrgang der Oberschule wird künftig für einen Vormittag in die Ge­schichts­werk­statt kommen, um den Unterricht zum Nationalsozialismus zu ergänzen und in die eigene Lebens­wirk­lichk­eit zu holen.

Darüber hinaus sollen bei Bedarf auch weiterführende Projekte gemeinsam durchgeführt werden. Wie gut solche Zusam­men­arbeit sein kann, haben wir erstmals mit zwei Schau­spiel-Aufführungen in 2018 in der Loccumer Kloster­kirche festgestellt, in die etliche Schüler innerhalb eines mehrtägigen Projekts eingebunden waren. Das habe nicht nur die Mitwirkenden beeindruckt, sondern auch die Schüler im Publikum, sagte OBS-Schulleiterin Stephanie Bachmann.

Die nächsten Termin­ab­stim­mungen folgten der Unter­zeichnung – bald werden Ober­schüler erneut unsere Geschichts­werk­statt besuchen.

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Weitere Tipps

„Faktencheck zur NS Zeit für Schüler“
www.ns-zeit-hannover.de

Alte Synagoge Petershagen

www.synagoge-petershagen.de

Ehem. Synagoge Stadthagen

www.stadthagen-synagoge.de

Stiftung niedersächsische Gedenkstätten
pogrome1938-niedersachsen.de

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