Geschichte

Was ist uns aus unserer Rehburg-Loccumer Geschichte erhalten geblieben? Einige Zeugnisse aus dieser Geschichte können Sie auf diesen Seiten finden.

 

Zum einen wollen wir in mancher Beziehung tief in die Geschichte eintauchen. So haben wir etwa Unterlagen erhalten, die aus dem Leben der jüdischen Gemeinde in Rehburg weit vor der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten berichten.

 

Zum anderen versuchen wir, Überliefertes aus der Zeit des Nationalsozialismus zusammenzu- tragen. Wie haben die Menschen in Rehburg, Bad Rehburg, in Loccum, Münchehagen und Winzlar diese Jahre erlebt? Wovon war ihr Leben geprägt? Was hat sich hier ereignet? Und wie hing es mit dem Geschehen in Deutschland, in Europa, in der ganzen Welt zusammen?

Das Foto, das die Kundgebung auf dem Rehburger Marktplatz vom 1. Mai 1933 mit Hakenkreuzflagge im Hintergrund zeigt, mag ein gutes Beispiel dafür sein, dass auch die Geschichte der fünf Gemeinden, die heute die Stadt Rehburg-Loccum bilden, eng mit dem Geschehen in Deutschland verbunden war.

 

Damals hatten die Nationalsozialisten verlauten lassen, dass sie den 1. Mai, der seit dem spä- ten 19. Jahrhundert der ‚Kampftag der internationalen Arbeiterbewegung’ war, zu einem ‚Feiertag der nationalen Arbeit’ machen wollten - einem von staatlicher Seite geschaffenen arbeitsfreien Tag, an dem allen Lohn gezahlt werden sollte. Nicht nur die Anhänger der Nazis, sondern auch die Gewerkschaften jubelten damals und überall kamen große Menschenmengen zusammen, die diesen Tag gemeinsam feierten - auch in Rehburg.

 

Dass die Nazis tags darauf, am 2. Mai 1933, die Gewerkschaften zerschlagen wollten, ahnte zu dem Zeitpunkt, zu dem dieses Foto aufgenommen wurde, wohl kaum jemand.

 

Und so ist davon auszugehen, dass dort in großem Kreis sowohl Menschen stehen, die die Ideologie der Nationalsozialisten aktiv unterstützten, wie solche, die später als Mitläufer be- zeichnet wurden, und auch diejenigen, die sich dem Regime entgegen stellen würden. Nicht auszuschließen ist, dass der eine oder andere in der Menschenmenge zu denjenigen gehört, die wenig später verfolgt, vertrieben, deportiert oder auch ermordet wurden.

 

Doch zunächst ein Blick auf die Chronologie der Ereignisse in Deutschland und Rehburg-Loccum...

Suchen

Kontakt

Sie haben Fragen? Sie haben Interesse? Sie wollen mitmachen? Wir freuen uns immer über Ihre Meinung!

 

Unsere E-Mail-Adresse: arbeitskreis@stolpersteine-rehburg-loccum.de

Weitere Tipps

Alte Synagoge Petershagen

Die Arbeitsgemeinschaft Alte Synagoge Petershagen bietet zahlreiche Veranstaltungen an, die sich mit der Spuren­suche, der Erinnerung und der Aufarbeitung der NS-Zeit beschäftigen:
www.synagoge-petershagen.de
und www.facebook.com/
synagoge.petershagen

Ehem. Synagoge Stadthagen

Auch der Förderverein der  ehemaligen Synagoge in Stadthagen bietet Veranstaltungen rund um die Verlegung von Stolpersteinen an:
www.stadthagen-synagoge.de