1933 – „Tag der nationalen Arbeit“ in Rehburg

Auf der Startseite zum Unterpunkt „Geschichte“ auf unserer Website zeigen wir ein Foto, das die Feierlichkeiten zum 1. Mai 1933 auf dem Rehburger Marktplatz zeigt. Ergänzend dazu haben wir hier hinterlegt, was in der Kreis-Nienburger Tageszeitung „Die Harke“ am 4. Mai 1933 über diese Feier veröffentlicht wurde:

Rehburg (Stadt). Der Tag der nationalen Arbeit wurde für unseren Ort zu einem Tage festlichen Gepräges. Den Höhepunkt bildete, von der Rundfunkübertragung abgesehen, die Weihung einer einzigartig gewachsenen „Hitler-Eiche“ auf dem Mühlenberge, dem schönsten Fleck Erde Rehburgs. Sie und ein behauener Findling unter dem stattlichen Baume sollen die Erinnerung an den großen Volkskanzler festhalten. In seiner Weiherede wies Herr Bürgermeister Meßwarb besonders auf den hohen Wert „nationaler“ Arbeit hin, solcher Arbeit, die nicht lediglich dem Erwerb des einzelnen, sondern darüber hinaus dem Ganzen dient. Die eindrucksvollen Ausführungen des Redners klangen aus in das Horst-Wessel- und das Deutschlandlied. Umrahmt wurde die erhebende Feier durch musterhafte Darbietungen des Gemischten Chors und des Gesangvereins Konkordia. Anschließend setzte sich der riesige Zug der Teilnehmer der hiesigen Vereine, Verbände, Handwerker usw., der bereits vorher den mit frischem Grün und unzähligen Fahnen geschmückten Ort passiert hatte, wieder in Bewegung, um sich inmitten des Ortes, auf dem Marktplatz, aufzulösen. Im Festzuge fielen besonders die mit Fleiß geschmückten Festwagen der verschiedenen Gewerbetreibenden auf und nicht minder die zünftig aufmarschierten Bauhandwerker, Modelle und hundert Jahre alten Innungsfahnen tragend. – Die Jahreszahl, die kommende Geschlechter neben dem Namen „Hitler-Eiche“ an unsere große Zeit erinnern soll, wird an den Gedenkstein – der versehentlich fortgelassen – noch nachgefügt werden müssen.

     Heidtorstraße 1
     31547 Rehburg-Loccum

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