Erich Busack, * 1898

4. Juli 1939 Heil- und Pflegeanstalt Wunstorf
27. September 1940 Tötungsanstalt Brandenburg
Ermordet

Stolperstein geplant:
Alte Poststraße 13, Bad Rehburg

Familie:

 

Der Jude Erich Busack wurde am 21. September 1898 in Bergkirchen (Landkreis Schaumburg) geboren. Seine Eltern waren Julius und Jeanette Busack, geborene Weinberg. Er heiratete am 20. September 1924 die aus Windheim (Landkreis Minden) stammende Else Cohn.
In Bergkirchen lebte Erich zunächst mit seiner Frau Else und deren Tochter Grete allein in einem Haus, zog dann mit ihnen in das Haus seiner Eltern Julius und Jeanette. Ihrer beider Tochter Herta wurde in Bergkirchen am 10. Juli 1926 geboren.


Während Julius Busack 1941 in Bergkirchen starb, wurde Jeanette Busack im Juli 1942 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo sie fünf Monate später ermordet wurde.


Else und die beiden Mädchen Grete und Herta wurden am 15. Dezember 1941 von Hannover in das Ghetto Riga deportiert. Während Grete 1943 gemeinsam mit ihrem im Ghetto geborenen Sohn Gideon nach Auschwitz deportiert und ermordet wurde, war für Else und ihre Tochter Herta die nächste Station ihres Leidensweges im Oktober 1944 das Konzentrationslager Stutthof. Beide haben nicht überlebt, ihre Todestage sind unbekannt.


Erich wurde ein Opfer der T4-Aktion der Nazis. Nachdem er im Juli 1939 wegen psychischer Probleme zunächst in die Heil- und Pflegeanstalt Wunstorf eingewiesen worden war, wurde er im September 1940 von dort in die Tötungsanstalt Brandenburg gebracht, wo er ermordet wurde.

 

 

Erinnerungen und Schicksal:

 

Zum Schicksal von Erich Busack recherchieren wir derzeit noch.

Quellen:

- Website www.juedisches-leben.kommunalarchiv-minden.de

- Melderegister Gemeinde Hagenburg

- Melderegister Gemeinde Bad Rehburg

- Zeitzeugen, hinterlassene Briefe

- Bundesarchiv, Gedenkbuch

- Buch der Erinnerung: Die ins Baltikum deportierten deutschen Juden, Seite 778

- Patientenakte Erich Busack, Nieders. Hauptstaatsarchiv Hannover, Hann. 155 Wunstorf, Acc. 2004/065 Nr. 00126

- Website Stadt Hannover, Erinnerungsorte, Ohestraße 8

 

     Heidtorstraße 1
     31547 Rehburg-Loccum

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